August 29, 2010

Vice Versa

Die soll die erste, kleine Geschichte aus dem Aquarium werden, aber an diesem Morgen könnte alles auch umgekehrt betrachtet werden. Es ist Sonntag und draußen schüttet es. Der Regen klatscht ordentlich an die großen Fensterscheiben im Atelier. Nahezu niemand bewegt sich auf der Straße. Abgesehen einmal von denen, die ihre Hunde um diese Zeit um den Block führen müssen. Die Blicke auf den Bürgersteig gerichtet oder unter Schirmen versteckt, bemerken sie mich nicht, während ihre Hunde sich mit zusammengekniffenen Augen an den Häuserwänden entlang drücken. Hunde hassen Regen noch mehr, als Menschen über ihn reden. Ich habe die erste Tasse Kaffee vor mir stehen und kalte Füße. Es ist herbstlich geworden in den vergangenen Tagen, ansonsten passiert überhaupt nichts. Ich bin mir mit einem Mal nicht mehr sicher, aber vielleicht muss man das ab und zu einfach in Kauf nehmen, sich dicke Socken anziehen und in Ruhe seinen Kaffee trinken.

This was supposed to become the first story from the aquarium, but during this morning everything could be also looked at vice versa. It is Sunday and it pours outside. The rain claps substantially towards the big windows panes in the studio. Nearly nobody moves on the street. Apart from those, who must lead their dogs around the block at this time. Their looks strictly directed to the sidewalk or hidden under umbrellas, they take no notice of me, while their dogs squeeze themselves with half opened eyes, closely along the house walls. Dogs hate rain even more than people talk about it. I have the first cup of coffee standing on the table and cold feet. It has become autumnal during the past days, besides that, absolutely nothing is happening. All of a sudden I am not sure any more, but maybe one must simply accept that now and then, put thick socks on and drink that coffee quietly.

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